Praxis Dr. G. Scheich   -   Willy-Brandt-Straße 18   -   59302 Oelde  -   Tel.: 02522 / 901400   -   info@psychotherapie-scheich.de

Für das Berufsbild des Psychotherapeuten halte ich anonyme Negativbewertungen im Internet bei Würdigung aller Argumente und Gegenargumente insgesamt für Fehl am Platze und dies mit folgender Begründung:

In der Psychotherapie geht es auch um Konfrontation, Gefühlsauseinander-setzungen, um Übertragung und Gegenübertragung, um schwierige Phasen, die überstanden werden müssen, auch um das Arbeiten gegen Konventionen. Hier kann die Möglichkeit eines anonymen Forums in die Therapie des Bewerters, aber auch der anderen Pat. negativ eingreifen. Keiner weiß, wer sich bei einer anonymen Bewertung letztlich dahinter verbirgt. Dies ist insbesondere bei Negativ-Bewertungen der Fall, die in der Regel den Beigeschmack einer rufschädigenden Absicht haben. Zum Beispiel könnte es auch eine Angehörige / ein Angehöriger sein, dessen Partner/in sich z. B. innerhalb der Therapie getrennt hat. Es könnte auch jeder mögliche andere Mensch dahinter stecken, ein Pat., der abgewiesen wurde, Konkurrenten oder andere Menschen, zu denen ein Konflikt besteht.

Auch die Bundespsychotherapeutenkammer sieht derartige Bewertungen und Bewertungsportale sehr kritisch und setzt sich in einem Artikel der letzten Ausgabe des Psychotherapeutenjournals (2/2010)  damit auseinander, zumal es hier von den Mitgliedern immer mehr Anfragen und Missbrauchsanzeigen gibt. Auch sie fordert über ihre zu Wort kommenden Rechtsanwälte, dass überprüft werden muss, ob es sich bei den Bewertern überhaupt um Pat. handelt. Außerdem ist es nach deren Auffassung leicht und schnell Tür und Tor dafür geöffnet, dass „unsachliche Schmähkritik oder eine Formalbeleidigung im Mantel eines Werturteils oder einer Meinungsäußerung daher kommt“. Da kann sich von Bewerterseite sehr viel Mühe gegeben werden einen beleidigenden Inhalt als Meinungsäußerung wiederzugeben. Der kolportierte Inhalt und die Schädigungsabsicht bleiben dann jedoch dennoch bestehen. Zudem wird neben der Prüfung möglichen verbalen Missbrauchs gefordert, dass derartig Unausgegorenes nicht über bundesweite Suchmaschinen verbreitet, sondern nur unter registrierten Forenmitgliedern in kleinerem Kreis eingesehen werden darf (dies auch im Sinne des BGH Urteils „Spick mich“). Alle textmässigen Bewertungen werden als kritisch angesehen, weil sie Beleidigungen und Ausfälligkeiten  Tür und Tor öffnen.

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